How to Achieve ARP4754A Development Assurance in Aerospace Programs
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Unternehmen der Pharma- und Life-Sciences-Branche setzen bei der Produktherstellung zunehmend computergestützte Systeme ein, um Ressourcen zu sparen. Trotz der vielfältigen Vorteile dieser Technologien können Ausfälle oder Fehlfunktionen schwerwiegende Folgen haben und die Produktqualität beeinträchtigen, was zu rechtlichen Schritten führen kann.
Um dies zu verhindern, empfiehlt die International Society for Pharmaceutical Engineering (ISEP) die Anwendung des GAMP-5-Rahmenwerks zur Validierung computergestützter Systeme, die in kritischen Prozessen eingesetzt werden.
In diesem Blog erfahren Sie, was die Einhaltung von GAMP 5 bedeutet, warum sie wichtig ist, wie der gesamte Lebenszyklus bei der Entwicklung eines GAMP-5-konformen Systems aussieht und wie Sie dieses umsetzen können.
GAMP 5 (Good Automated Manufacturing Practice, 5. Auflage) ist eine Branchenrichtlinie zur Validierung computergestützter oder Softwaresysteme in regulierten Bereichen wie der Pharmaindustrie, der Biotechnologie und der Medizinproduktebranche. Diese Richtlinien wurden entwickelt, um sicherzustellen, dass Softwaresysteme, die für die Fertigung, das Laborinformationsmanagement, ERP usw. eingesetzt werden, wie vorgesehen und unter kontrollierten Bedingungen funktionieren.
GAMP 5 konzentriert sich auf mehrere zentrale Vorgehensweisen:
Die Kernphilosophie lautet, dass die Systemqualität nicht erst am Ende geprüft werden sollte, sondern von Anfang an eingebaut werden muss. Daher sollten die GAMP-5-Richtlinien auch von den Teams befolgt werden, die für die Entwicklung, Verwaltung und Validierung von Softwaresystemen zuständig sind, wie beispielsweise Qualitätssicherungs- und IT-Teams.
Durch die Befolgung dieser Vorgehensweisen können Unternehmen die Zuverlässigkeit ihrer Systeme gewährleisten und die Erwartungen von Aufsichtsbehörden wie der US-amerikanischen Food and Drug Administration erfüllen.
GAMP ist zwar kein Gesetz und keine Vorschrift, doch es zu ignorieren, ist ein Risiko, das sich die meisten Organisationen schlichtweg nicht leisten können.
Zudem verpflichten Aufsichtsbehörden wie die FDA und die EMA Unternehmen nicht direkt zur Einhaltung der GAMP-5-Anforderungen. Stattdessen schreiben sie die Einhaltung von Vorschriften und bewährten Verfahren vor, wie zum Beispiel:
Und GAMP 5 ist der in der Branche am weitesten anerkannte Ansatz, um nachzuweisen, dass das System alle erforderlichen Vorschriften erfüllt. Ohne GAMP 5 müssen Unternehmen ihren Validierungsansatz im Grunde genommen von Grund auf selbst entwickeln, was zu Inkonsistenzen, Lücken bei Audits und kostspieligen Nachbesserungsmaßnahmen führen kann.
Abgesehen vom regulatorischen Druck zwingt GAMP 5 interne Teams dazu, sich kritisch mit Systemrisiken auseinanderzusetzen, Entscheidungen ordnungsgemäß zu dokumentieren und Prozesse zu entwickeln, die einer genauen Prüfung standhalten.
Insgesamt hilft GAMP 5 den Teams dabei, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, Strafen zu vermeiden, die Sicherheit der Kunden zu erhöhen und Systeme zu entwickeln, die tatsächlich zuverlässig sind.
Die GAMP-5-Anforderungen listen nicht nur auf, was validiert werden muss, sondern bieten auch einen strukturierten, am V-Modell-Lebenszyklus orientierten Leitfaden dafür, wie das System von Anfang an validiert werden soll.
Der V-Modell-Ansatz stammt aus den bewährten Verfahren der Softwareentwicklung. In der folgenden Abbildung ist zu sehen, dass der linke Teil auf die Definition und den Entwurf des Systems ausgerichtet ist, während der rechte Teil der Validierung der Anforderungen gewidmet ist.
Der Grundgedanke ist einfach. Jede Anforderung muss durch Tests überprüft werden, und diese Struktur stellt sicher, dass keine Anforderung ungetestet bleibt.
Schauen wir uns die einzelnen Phasen einmal genauer an.
Die Teams halten zunächst die Systemanforderungen in Form einer Anforderungsspezifikation (URS) fest, in der definiert wird, welche Funktionen das System erfüllen muss und welche Compliance-Vorgaben einzuhalten sind.
Zum Beispiel:
Diese Anforderungen stehen oft im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften.
Anschließend wandeln die Teams die URS in funktionale Anforderungen um, die das Systemverhalten, die Arbeitsabläufe und die erwarteten Ergebnisse beschreiben.
Zum Beispiel:
Diese funktionalen Anforderungen sind so formuliert, dass sie den vorgeschriebenen regulatorischen Standards entsprechen.
In dieser Phase werden die technischen Details festgelegt.
Dazu gehören:
Auch diese Spezifikationen sind so formuliert, dass sie die Einhaltung von Vorschriften in Bezug auf Datensicherheit, Systemzugriffsverwaltung usw. gewährleisten.
Anschließend beginnt die Softwareentwicklung mit der Einrichtung der Infrastruktur, der Integration verschiedener Systeme und dem Schreiben von Code. In dieser Phase müssen die Teams die für die Entwicklung geltenden Vorschriften einhalten.
Nach der Entwicklung beginnen die Qualitätssicherungsteams mit den Komponententests und überprüfen jedes einzelne Modul.
Es stellt sicher, dass die verschiedenen Systemkomponenten korrekt zusammenarbeiten.
Als Nächstes folgen die formalen Validierungstests:
Jede Validierung ist an bestimmte Arten von Anforderungen geknüpft. So gewährleistet das V-Modell, dass alle Anforderungen validiert werden und die Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus gewährleistet ist.
Das GAMP-5-Rahmenwerk bietet zwar klare Leitlinien für die Validierung computergestützter Systeme, doch die Umsetzung in einem konkreten Projekt bringt einige Herausforderungen mit sich, darunter:
Teams wechseln derzeit von Tabellenkalkulationen zu cloudbasierter Software für das Anforderungsmanagement, um Software zu entwickeln, die den GAMP-5-Richtlinien entspricht. „Modern Requirements4DevOps“ ist eine dieser Lösungen, die als Erweiterung in Ihrem Azure-DevOps-Arbeitsbereich funktioniert.
So kann Modern Requirements4DevOps bei der Einhaltung von GAMP 5 helfen:
✅ Definieren, verwalten und verfolgen Sie Anforderungen innerhalb von Azure DevOps
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